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LP International, Supersonic und Sentinel in Berlin

Der derzeitige Riddim Clash Champion LP International ist auf Deutschland-Tour und hat am 24.02.2006 mit Supersonic und "World Clash Champion" Sentinel der Hauptstadt im Geburtstagsclub / Friedrichshain die Ehre gegeben. Das sollte heissen: "Dub Plates bis der Arzt kommt". Bei diesem Bashment mit drei hochkarätigen Clash Sounds war es klar, das sich im Laufe des Abends ein heimliches Kräftemessen anbahnt. Anfangs haben die Sounds friedlich vor sich her gejugglet. Das sollte aber nicht so bleiben. Erstmal muss ich sagen das der Geburtstagsclub proppen voll war. Ich bin mit meinen 1,73 m nicht der grösste und musste mich schliesslich auf einen Tisch retten, um verfolgen zu können was auf der Bühne abgeht. Wie gesagt... Dub Plates und Specials wie am Fliessband. LP kündigte an, es würde später noch ein kleines Tune Fi Tune der Sounds geben. Erwartungsvoll bin ich natürlich bis zum Schluss geblieben. Supersonic hat ein Special gespielt, mit einer Combination aus drei Artists. LP brachte später ein Special mit einer Combination aus vier Artists und damit war der Stein ins rollen gebracht. Schliesslich machten LP (mit Terror am mic) dann auch den Anfang und ärgerten Spider (Supersonic) ein bisschen. Spider hat Krieg gerochen und ist voll drauf eingestiegen. "Mi a no smiling face" und lässt sich nichts bieten. Die Clashbegeisterte Massive kam also auf ihre Kosten. Elmar von Sentinel brauchte etwas lange um seine Tunes zu finden, mischte dann aber ordentlich mit. Was ich nicht verstehe ist das die deutsche Dancehall-, Clash-Massive Gentleman Plates nicht mit Respekt honoriert. Ich bin auch kein ganzer deutscher und vielleicht habe ich was verpasst. Denn beim letzten Riddim-Clash in München habe ich mich schon gewundert, warum "buh" rufe zu hören waren als Gentlemans "Superior" gespielt wurde. Das gleiche ist im Geburtstagsclub wieder vorgekommen und Spider äusserte passend: "Who buh's, fears". Wenn es darum geht, dass sobald hier jemand erfolgreich ist und an der Spitze steht, um dann mit Dreck beworfen zu werden, finde ich das wir doch froh sein sollten, dass es der Youth aus Köln so weit gebracht hat. Schliesslich haben wir es solchen zu verdanken das Reggae seit ein paar Jahren in das hierzulandige Radioprogramm Einzug genommen hat. Genauso wie vor c.a. 10 Jahren Hip-Hop durch z.b. "Die Fantastischen Vier" eine breite Masse angesprochen hat. Bei Boris Becker, Steffi Graf oder Schumi erledigen das die Medien, also warum dieser Disrespect der eigenen Massive? "We bun jealousy" aber das nur neben bei. Sonst war der Abend ganz gross!

Bless

Ganjamin