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Jamaikanische Regierung verhängt Ausnahmezustand
Text von Benjamin Poljak - Montag, den 24. Mai 2010

Schusswechsel sind in Jamaika leider keine Seltenheit. Auslöser dieser Unruhen war die Anordnung der Auslieferung von Christopher "Dudus" Coke (Sohn des Lester Lloyd Coke, auch bekannt als Jim Brown, Anführer der gefürchteten Shower Posse in den 90ern) nach Anerika. Am Dienstag vergangener Woche wurde der Auslieferungsantrag unterzeichnet. Als Polizisten versucht haben den Haftbefehl zu vollstrecken, verschanzte er sich in seinem Haus und Jugendliche errichteten Strassensperren. Frauen demonstrieren zeitgleich gegen die Auslieferung in Kingston. Dem Mann wird vorgeworfen Teil eines internationalen Dogennetzes zu sein. Der Ausnahmezustand gilt vorerst für einen Monat. Besonders gefährlich soll es im Stadtteil Tivoli Gardens in Kingston sein. Sogar ein Polizeirevier in Kingston musste wegen bewaffneter Angriffe geräumt werden. Den Polizisten gingen die Munition aus und mussten fliehen.

Was viele aber nicht wissen oder vergessen... Christopher "Dudus" Coke ist ein sogenannter Area Don. Er geniesst in Kingston und besonders in Tivoli Gardens den Status eines Wohltäters, ja man könnte ihn sogar als Helden bezeichnen. Er machte es Kindern möglich die Schule zu besuchen, half Waffenstillstände bei Bandenkriegen auszuhandeln und verteilte Nahrung an bedürftige. Es gab, gibt und es wird solche Dons in Jamaika immer geben, solange die Regierung die Probleme des Landes nicht in den Griff bekommt. Es ist leider gut vorstellbar das diese Projekte wie z.B. der Bau von Schulen und sozialen Einrichtungen vom business illegaler Geschäfte (Waffen- und Drogenhandel) getragen wird.



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